Termine
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24. Juni 2026 - „Unternehmenszukunft in Krisenzeiten sichern und Vermögensnachfolge planen.“
Unternehmenszukunft in Krisenzeiten sichern und Vermögensnachfolge planen.
Ort: Oestrich Winkel, EBS Universität .
Welche Erkenntnisse nehmen Unternehmer aus unserer Veranstaltung mit?
Die Diskussion an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht hat deutlich gemacht:
Unternehmensnachfolge ist kein einzelnes Ereignis. Sie ist ein mehrjähriger Veränderungsprozess.
Besonders prägend waren diese Aussagen:
Die größte Krise vieler Unternehmen ist nicht die Konjunktur – sondern die Abhängigkeit vom Inhaber.
Nicht jede Nachfolge muss innerhalb der Familie stattfinden. Neue Modelle und externe Unternehmer gewinnen an Bedeutung.
Viele Unternehmen verfügen über wertvolles Wissen, das nie dokumentiert wurde. Genau das erschwert später eine erfolgreiche Übergabe.
Unternehmenswert entsteht nicht erst beim Verkauf. Er wird über Jahre aufgebaut – durch Strukturen, Führung und Organisation.
Wer früh beginnt, hat deutlich mehr Handlungsspielraum als Unternehmer, Mitarbeiter und Nachfolger.
Ein herzlicher Dank geht an unsere Referenten:
Baris Kartal – Signium Deutschland
Matthias Waldkirch – EBS Universität für Wirtschaft und Recht
Julian Will – Nachfolgekontor
Patrick-Lukas Mamok – Schalast Law | Tax
Sascha Güntner – Midscale AI
sowie an Christian Reister (VIOLIN ASSETS GmbH) für seinen Impuls zur Vermögensnachfolge
Die große Resonanz hat gezeigt: Unternehmensnachfolge bewegt den Mittelstand – und der persönliche Austausch ist wichtiger denn je.
24. März - „Abmelden oder Übergeben“
„Abmelden oder Übergeben“
Ort: Altensteig
Altensteig war ein wichtiger Auftakt.
Die Gespräche haben deutlich gemacht:
Unternehmensnachfolge ist kein Einzelfall.
Sie betrifft tausende Unternehmen im Mittelstand.
Was wir gesehen haben:
🔹großes Interesse
🔹viele offene Fragen
🔹hoher Bedarf an Orientierung und Vernetzung
Genau deshalb bauen wir mit der Initiative Mittelstandsnachfolge eine Plattform auf, die alle relevanten Akteure zusammenbringt.
Unser Ziel: Nachfolgeprozesse frühzeitig, strukturiert und erfolgreich gestalten.
19.01.2026 - Unternehmensnachfolge in Deutschland - welche Rolle spielen ausländische Investoren?
Unternehmensnachfolge in Deutschland - welche Rolle spielen ausländische Investoren?
Ort: Raunheim, Innovation Hub.
Erkenntnisse der Veranstaltung
Mit dem Innovation Hub Rhein-Main bot die Veranstaltung einen passenden Rahmen. Bürgermeister Manfred Ockel erläuterte, wie die Städte Raunheim, Rüsselsheim und Kelsterbach bewusst auf interkommunale Zusammenarbeit setzen. Durch gemeinsame Strukturen, internationale Vernetzung – insbesondere mit Asien – und konkrete Unterstützung bei Gründung, Ansiedlung und Nachfolge entsteht ein Modell, das bundesweit Seltenheitswert hat.
Praxisblick: Wie Unternehmensnachfolge heute funktioniert
Sebastian Wissig (Syntra Corporate Finance / Nachfolgekontor) gab Einblicke aus der täglichen M&A-Praxis. Seine zentrale Botschaft: Gut aufgestellte, wettbewerbsfähige Unternehmen sind weiterhin gefragt – auch und gerade bei internationalen Investoren. Gleichzeitig zeigte sich, dass späte Planung, Investitionsstau und unrealistische Preisvorstellungen häufig Nachfolgen verhindern.
Internationale Investoren als Chance, nicht als Risiko
Kshitij Gupta und Dr. Alexander Bode rückten die internationale Perspektive in den Fokus. Kapital ist global mobil und sucht nach verlässlichen, attraktiven Rahmenbedingungen. Deutschland verliere hier zunehmend an Boden – nicht wegen mangelnder Substanz, sondern aufgrund von Bürokratie, gesellschaftlicher Skepsis gegenüber Unternehmertum und fehlender wirtschaftlicher Dynamik. Für viele mittelständische Unternehmen sei der Schulterschluss mit ausländischen Investoren daher eine reale Überlebenschance.
Gesellschaftliches Bild des Unternehmers
Ein wiederkehrendes Thema des Abends war die gesellschaftliche Wahrnehmung von Unternehmertum. Unternehmertum werde in Deutschland zu selten positiv vermittelt – weder in Schulen noch im öffentlichen Diskurs. Dies wirke sich unmittelbar auf die Bereitschaft aus, Verantwortung zu übernehmen oder bestehende Unternehmen fortzuführen.
Fazit: Nachfolge braucht Offenheit und neue Allianzen
Der Abend machte deutlich: Unternehmensnachfolge ist kein Randthema, sondern eine Schlüsselfrage für Beschäftigung, Wertschöpfung und gesellschaftliche Stabilität. Internationale Investoren können Teil der Lösung sein, wenn Politik, Verwaltung und Gesellschaft die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.
Podium:
- Manfred Ockel, Bürgermeister der Stadt Kelsterbach, Initiator des Innovation Hub Rhein-Main
- Kshitij Gupta, M&A Experte, Consultant, langjährige Business-Erfahrung in Indien/Asien.
- Sebastian Wissig, Projektleiter bei der Syntra Corporate Finance GmbH/Nachfolgekontor
- Alexander Bode, Multi-Aufsichtsrat, M&A-Experte, Berater und Unternehmer, langjährige Business-Erfahrung in China/Asien
25.09.2025 - Stein auf Stein. Unternehmensnachfolge in der Bau- und Immobilienwirtschaft
Stein auf Stein. Unternehmensnachfolge in der Bau- und Immobilienwirtschaft
Ort: Frankfurt, Villa Sander
Erkenntnisse der Veranstaltung
In den kommenden fünf Jahren suchen in Hessen mehr als 14.000 inhabergeführte Unternehmen mit über 300.000 Arbeitsplätzen nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger. Ein Thema, das nicht nur ökonomische, sondern auch gesellschaftliche Bedeutung hat. Die Montagsgesellschaft widmete sich deshalb der Frage, wie Nachfolgeprozesse – gerade in der Bau- und Immobilienwirtschaft – erfolgreich und nachhaltig gestaltet werden können.
Nachfolge als wirtschaftliche und nachhaltige Aufgabe
Nachfolge bedeutet weit mehr als eine Frage von Verträgen oder Übergaben. Wenn Unternehmen über Generationen hinweg erhalten bleiben, ist das ein Beitrag zur Nachhaltigkeit: Bestehende Strukturen werden bewahrt und nicht neu geschaffen. Gleichzeitig sind es wirtschaftliche Faktoren wie Finanzierung, Planungssicherheit und Personalfragen, die für den Erfolg ausschlaggebend sind.
Kooperation mit P5 The Property Kongress
Erstmals betrachtete die Montagsgesellschaft das Thema Nachfolge im Marktumfeld der Bau- und Immobilienbranche – in Kooperation mit dem Partner P5 The Property Kongress. Damit wurde die Verbindung zwischen gesellschaftlichem Diskurs und branchenspezifischem Fachwissen gestärkt.
Erfahrungen aus der Praxis
Auf dem Podium diskutierten Experten, die Nachfolgeprozesse selbst erlebt haben:
- Julian Will, Geschäftsführer der Nachfolgekontor GmbH
- Margit Dietz, ehemals Jean Bratengeier Bau GmbH Dreieich
- Daniel Imhäuser, Geschäftsführer der Blasius Schuster GmbH & Co. KG
Sie berichteten offen über Chancen und Hürden im Übergang von Unternehmen und machten deutlich, wie individuell jeder Prozess ist. Finanzielle Aspekte, emotionale Bindungen, der richtige Zeitpunkt und die Suche nach geeigneten Nachfolgern sind zentrale Faktoren, die den Erfolg oder das Scheitern einer Übergabe bestimmen können.
Die Veranstaltung zeigte: Unternehmensnachfolge ist ein Schlüsselthema für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Hessen. Sie entscheidet nicht nur über den Fortbestand von Betrieben, sondern auch über die Sicherung tausender Arbeitsplätze. Nachhaltigkeit bedeutet hier, Verantwortung zu übernehmen und den Übergang von einer Generation zur nächsten bewusst zu gestalten.
Im Nachgang an die Veranstaltung entstand die Idee der Gründung der „Initiative Mittelstandsnachfolge“, da der Handlungsbedarf nicht auf Hesse begrenzt ist, sondern eine nationale Initiative bedarf. Mit dem Ziel alle Ressourcen und Kompetenzen dort verfügbar zu machen, wo sie benötigt werden. Zur Erhaltung und Stärkung der wirtschaftlichen Stärke in den Kommunen, der Weitergabe von Wissen und Knowhow an die nächste Unternehmergeneration und dem Erhalt der Arbeitsplätze.