Termine
Zukünftige Termine
24.03.2026
Altensteig
Veranstaltungsort:
DEKRA Congresshotel Wart & Congress Center Wart,
Wildbader Straße 28 | 72213 Altensteig
Ablauf:
17:30: Einlass
18:00: Beginn der Podiumsdiskussion
19:00: offene Diskussionsrunde
19:30: Networking und Fach-Einzelgespräche mit den Beratern
20:30: Ende der Veranstaltung
Weitere Informationen und Anmeldeformular in Kürze
29.04.2026
Heilbronn
28.05.2026
Jena
17.06.2026
Kassel/Homberg
17.06.2026
Aschaffenburg
Workshop
30.09.2026
Hannover
21.10.2026
Rheingau
Workshop
05.11.2026
Bochum
20.11.2026
Frankfurt
Verleihung des Deutschen Mittelstands-Nachfolge-Preises
Bisherige Termine 2025/2026
19.01.2026 - Unternehmensnachfolge in Deutschland - welche Rolle spielen ausländische Investoren?
Unternehmensnachfolge in Deutschland - welche Rolle spielen ausländische Investoren?
Ort: Raunheim, Innovation Hub.
Erkenntnisse der Veranstaltung
Mit dem Innovation Hub Rhein-Main bot die Veranstaltung einen passenden Rahmen. Bürgermeister Manfred Ockel erläuterte, wie die Städte Raunheim, Rüsselsheim und Kelsterbach bewusst auf interkommunale Zusammenarbeit setzen. Durch gemeinsame Strukturen, internationale Vernetzung – insbesondere mit Asien – und konkrete Unterstützung bei Gründung, Ansiedlung und Nachfolge entsteht ein Modell, das bundesweit Seltenheitswert hat.
Praxisblick: Wie Unternehmensnachfolge heute funktioniert
Sebastian Wissig (Syntra Corporate Finance / Nachfolgekontor) gab Einblicke aus der täglichen M&A-Praxis. Seine zentrale Botschaft: Gut aufgestellte, wettbewerbsfähige Unternehmen sind weiterhin gefragt – auch und gerade bei internationalen Investoren. Gleichzeitig zeigte sich, dass späte Planung, Investitionsstau und unrealistische Preisvorstellungen häufig Nachfolgen verhindern.
Internationale Investoren als Chance, nicht als Risiko
Kshitij Gupta und Dr. Alexander Bode rückten die internationale Perspektive in den Fokus. Kapital ist global mobil und sucht nach verlässlichen, attraktiven Rahmenbedingungen. Deutschland verliere hier zunehmend an Boden – nicht wegen mangelnder Substanz, sondern aufgrund von Bürokratie, gesellschaftlicher Skepsis gegenüber Unternehmertum und fehlender wirtschaftlicher Dynamik. Für viele mittelständische Unternehmen sei der Schulterschluss mit ausländischen Investoren daher eine reale Überlebenschance.
Gesellschaftliches Bild des Unternehmers
Ein wiederkehrendes Thema des Abends war die gesellschaftliche Wahrnehmung von Unternehmertum. Unternehmertum werde in Deutschland zu selten positiv vermittelt – weder in Schulen noch im öffentlichen Diskurs. Dies wirke sich unmittelbar auf die Bereitschaft aus, Verantwortung zu übernehmen oder bestehende Unternehmen fortzuführen.
Fazit: Nachfolge braucht Offenheit und neue Allianzen
Der Abend machte deutlich: Unternehmensnachfolge ist kein Randthema, sondern eine Schlüsselfrage für Beschäftigung, Wertschöpfung und gesellschaftliche Stabilität. Internationale Investoren können Teil der Lösung sein, wenn Politik, Verwaltung und Gesellschaft die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.
Podium:
- Manfred Ockel, Bürgermeister der Stadt Kelsterbach, Initiator des Innovation Hub Rhein-Main
- Kshitij Gupta, M&A Experte, Consultant, langjährige Business-Erfahrung in Indien/Asien.
- Sebastian Wissig, Projektleiter bei der Syntra Corporate Finance GmbH/Nachfolgekontor
- Alexander Bode, Multi-Aufsichtsrat, M&A-Experte, Berater und Unternehmer, langjährige Business-Erfahrung in China/Asien
25.09.2025 - Stein auf Stein. Unternehmensnachfolge in der Bau- und Immobilienwirtschaft
Stein auf Stein. Unternehmensnachfolge in der Bau- und Immobilienwirtschaft
Ort: Frankfurt, Villa Sander
Erkenntnisse der Veranstaltung
In den kommenden fünf Jahren suchen in Hessen mehr als 14.000 inhabergeführte Unternehmen mit über 300.000 Arbeitsplätzen nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger. Ein Thema, das nicht nur ökonomische, sondern auch gesellschaftliche Bedeutung hat. Die Montagsgesellschaft widmete sich deshalb der Frage, wie Nachfolgeprozesse – gerade in der Bau- und Immobilienwirtschaft – erfolgreich und nachhaltig gestaltet werden können.
Nachfolge als wirtschaftliche und nachhaltige Aufgabe
Nachfolge bedeutet weit mehr als eine Frage von Verträgen oder Übergaben. Wenn Unternehmen über Generationen hinweg erhalten bleiben, ist das ein Beitrag zur Nachhaltigkeit: Bestehende Strukturen werden bewahrt und nicht neu geschaffen. Gleichzeitig sind es wirtschaftliche Faktoren wie Finanzierung, Planungssicherheit und Personalfragen, die für den Erfolg ausschlaggebend sind.
Kooperation mit P5 The Property Kongress
Erstmals betrachtete die Montagsgesellschaft das Thema Nachfolge im Marktumfeld der Bau- und Immobilienbranche – in Kooperation mit dem Partner P5 The Property Kongress. Damit wurde die Verbindung zwischen gesellschaftlichem Diskurs und branchenspezifischem Fachwissen gestärkt.
Erfahrungen aus der Praxis
Auf dem Podium diskutierten Experten, die Nachfolgeprozesse selbst erlebt haben:
- Julian Will, Geschäftsführer der Nachfolgekontor GmbH
- Margit Dietz, ehemals Jean Bratengeier Bau GmbH Dreieich
- Daniel Imhäuser, Geschäftsführer der Blasius Schuster GmbH & Co. KG
Sie berichteten offen über Chancen und Hürden im Übergang von Unternehmen und machten deutlich, wie individuell jeder Prozess ist. Finanzielle Aspekte, emotionale Bindungen, der richtige Zeitpunkt und die Suche nach geeigneten Nachfolgern sind zentrale Faktoren, die den Erfolg oder das Scheitern einer Übergabe bestimmen können.
Die Veranstaltung zeigte: Unternehmensnachfolge ist ein Schlüsselthema für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Hessen. Sie entscheidet nicht nur über den Fortbestand von Betrieben, sondern auch über die Sicherung tausender Arbeitsplätze. Nachhaltigkeit bedeutet hier, Verantwortung zu übernehmen und den Übergang von einer Generation zur nächsten bewusst zu gestalten.
Im Nachgang an die Veranstaltung entstand die Idee der Gründung der „Initiative Mittelstandsnachfolge“, da der Handlungsbedarf nicht auf Hesse begrenzt ist, sondern eine nationale Initiative bedarf. Mit dem Ziel alle Ressourcen und Kompetenzen dort verfügbar zu machen, wo sie benötigt werden. Zur Erhaltung und Stärkung der wirtschaftlichen Stärke in den Kommunen, der Weitergabe von Wissen und Knowhow an die nächste Unternehmergeneration und dem Erhalt der Arbeitsplätze.